Tierernährung und Futterkunde
Die artgerechte Ernährung ist eine der wichtigsten Aufgaben in der Wildtierpflege. Falsche Fütterung führt zu Mangelerscheinungen, Fettleibigkeit, Organschäden und Verhaltensstörungen. Tierpfleger müssen die Ernährungsbedürfnisse jeder Art kennen und Futterpläne entsprechend erstellen und anpassen. In der Zoohaltung ist die Nachbildung der natürlichen Nahrungszusammensetzung und Fütterungsmethode eine besondere Herausforderung, da die in der Natur verfügbaren Nahrungsquellen oft nicht identisch mit dem im Zoo angebotenen Futter sind. Wildfrüchte haben beispielsweise einen deutlich höheren Fasergehalt und geringeren Zuckergehalt als kultiviertes Obst.
Nährstoffgruppen
Nährstoffe sind Substanzen, die der Organismus für Wachstum, Erhaltung, Fortpflanzung und Energiegewinnung benötigt. Man unterscheidet Makronährstoffe (Proteine, Fette, Kohlenhydrate, werden in grossen Mengen benötigt) und Mikronährstoffe (Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, werden in kleinen Mengen benötigt, sind aber ebenso lebensnotwendig).
Proteine (Eiweisse)
Proteine bestehen aus Aminosäuren und sind der wichtigste Baustoff des Körpers. Sie sind essenziell für Muskelaufbau, Enzymproduktion, Immunsystem (Antikörper sind Proteine), Hormonbildung und den Transport von Substanzen im Blut. Von den ca. 20 proteinogenen Aminosäuren sind je nach Tierart 8 bis 12 essenziell, das heisst sie müssen über die Nahrung aufgenommen werden. Bei Katzenartigen ist Taurin eine essenzielle Aminosäure, deren Mangel zu Netzhautdegeneration und Herzmuskelerkrankungen führt. Der Proteinbedarf ist bei wachsenden Tieren, trächtigen und laktierenden Weibchen sowie bei Mauser (Vögel, da Federn zu ca. 90 Prozent aus Protein bestehen) besonders hoch. Tierisches Protein hat generell eine höhere biologische Wertigkeit als pflanzliches Protein, da das Aminosäuremuster dem des tierischen Körpers ähnlicher ist. Der Proteingehalt liegt bei Fleisch bei ca. 20 Prozent, bei Insekten bei 50 bis 70 Prozent der Trockenmasse und bei Heu bei 8 bis 14 Prozent.
Fette (Lipide)
Fette sind die energiereichsten Nährstoffe (ca. 39 kJ/g gegenüber ca. 17 kJ/g bei Proteinen und Kohlenhydraten). Sie dienen als Energiespeicher, Wärmeisolation, Schutzpolster und als Träger fettlöslicher Vitamine (A, D, E, K). Essenzielle Fettsäuren müssen über die Nahrung zugeführt werden: Linolsäure (Omega-6) und Alpha-Linolensäure (Omega-3). Fischöl ist eine wichtige Quelle für EPA und DHA, besonders bei marinen Säugetieren, Pinguinen und Ottern. Ein Überschuss an Omega-6-Fettsäuren bei gleichzeitigem Mangel an Omega-3-Fettsäuren fördert Entzündungsprozesse. Bei der Lagerung von fetthaltigem Futter muss auf Oxidation (Ranzigwerden) geachtet werden, da oxidierte Fette toxisch wirken und Vitamin E zerstören.
Kohlenhydrate
Kohlenhydrate sind die schnellste Energiequelle. Man unterscheidet Einfachzucker (Glucose, Fructose), Zweifachzucker (Saccharose, Laktose) und Vielfachzucker (Stärke, Cellulose, Glykogen). Cellulose ist das häufigste organische Molekül auf der Erde, kann aber nur von Tieren mit spezialisierten Darmbakterien aufgeschlossen werden. Vormagen-Fermentierer (Wiederkäuer) und Enddarm-Fermentierer (Pferd, Kaninchen, Elefant) haben verschiedene Strategien entwickelt, um diese Energiequelle zu nutzen. Für obligate Carnivoren wie Katzenartige spielen Kohlenhydrate praktisch keine Rolle, ihr Stoffwechsel ist auf Gluconeogenese aus Aminosäuren ausgerichtet. Rohfaser (Cellulose, Hemicellulose, Lignin) ist für Herbivoren nicht nur als Energiequelle wichtig, sondern auch für die mechanische Stimulation der Darmmotorik.
Vitamine
| Vitamin | Funktion | Mangelsymptome | Wichtige Quellen |
|---|---|---|---|
| Vitamin A | Sehvorgang, Haut, Schleimhäute, Immunsystem | Nachtblindheit, Hautveränderungen, Anfälligkeit für Infektionen | Leber, Karotten, Grünzeug |
| Vitamin D3 | Calciumstoffwechsel, Knochenaufbau | Rachitis (Jungtiere), Osteomalazie (Erwachsene), Weichschaligkeit bei Reptilieneiern | UV-B-Strahlung, Fischöl, Leber |
| Vitamin E | Antioxidans, Zellschutz, Fruchtbarkeit | Muskeldegeneration (Weissmuskelkrankheit), Fruchtbarkeitsstörungen | Pflanzliche Öle, Grünzeug |
| Vitamin K | Blutgerinnung | Gerinnungsstörungen, Blutungen | Grünes Gemüse, Darmbakterien |
| Vitamin B-Komplex | Stoffwechsel, Nervenfunktion, Blutbildung | Neurologische Störungen, Anämie, Wachstumsstörungen | Fleisch, Getreide, Hefe |
| Vitamin C | Antioxidans, Kollagenbildung, Immunsystem | Skorbut (nur bei Meerschweinchen, Primaten, Fledermäuse: können Vitamin C nicht selbst synthetisieren) | Obst, Gemüse, frisches Grünzeug |
Mineralstoffe und Spurenelemente
Mineralstoffe werden in Mengenelemente und Spurenelemente unterteilt. Calcium und Phosphor sind die quantitativ wichtigsten Mineralstoffe im Körper. Das ideale Ca:P-Verhältnis liegt bei Reptilien bei ca. 2:1, bei Säugetieren bei 1,5:1 bis 2:1. Calciummangel ist eines der häufigsten und schwerwiegendsten Ernährungsprobleme in der Reptilienhaltung und führt zur metabolischen Knochenerkrankung (MBD): Die Knochen werden weich, verformen sich, es kommt zu Spontanfrakturen und Muskelspasmen. Weitere wichtige Mineralstoffe sind Natrium und Chlorid (Elektrolythaushalt), Kalium (Nerven- und Muskelfunktion), Magnesium (Enzymaktivator), Eisen (Hämoglobin-Bestandteil; Eisenüberladung ist ein Problem bei Tukanen und Beos), Zink (Immunsystem), Selen (Antioxidans zusammen mit Vitamin E), Jod (Schilddrüsenfunktion, Mangel führt zu Kropfbildung) und Kupfer (Blutbildung).
Hypervitaminose und Mineralstoffüberversorgung
Nicht nur ein Mangel, sondern auch eine Überversorgung kann schwere Schäden verursachen. Fettlösliche Vitamine (A, D, E, K) reichern sich im Körper an. Eine Vitamin-A-Vergiftung tritt bei Schildkröten auf, die übermässig Leber gefüttert bekommen, und äussert sich in Hautablösungen und Leberversagen. Vitamin-D-Überdosierung führt zu Calciumeinlagerungen in Weichgeweben. Eisenüberladung (Hämochromatose) ist bei bestimmten Vogelarten (Tukane, Stare, Beos) ein ernstes Problem und wird durch eisenreiches Obst verschärft. Supplementierung sollte daher immer gezielt und dosiert erfolgen.
Wasser
Wasser ist der wichtigste Nährstoff. Der Wassergehalt des tierischen Körpers liegt zwischen 60 und 80 Prozent. Der Wasserbedarf hängt von der Tierart, der Umgebungstemperatur, der Aktivität und der Futterart ab. Einige Wüstenarten (Dornschwanzagamen, Kängururatten) können einen Grossteil ihres Wasserbedarfs über die Nahrung decken, während andere Arten ständig Zugang zu frischem Trinkwasser benötigen.
Ernährungstypen im Detail
Die Ernährungsstrategie einer Art bestimmt den gesamten Verdauungstrakt, das Gebiss, das Verhalten und letztlich die Haltungsanforderungen.
| Typ | Nahrung | Verdauungstrakt | Beispiele |
|---|---|---|---|
| Herbivoren (Pflanzenfresser) | Gräser, Blätter, Rinde, Früchte | Lang, oft mit spezialisierten Gärkammern (Pansen, Blinddarm) | Elefant, Gorilla, Giraffe, Schildkröte |
| Carnivoren (Fleischfresser) | Fleisch, Fisch, Insekten | Kurz, starke Magensäure, wenig Blinddarm | Löwe, Wolf, Adler, Python |
| Omnivoren (Allesfresser) | Pflanzliche und tierische Nahrung | Mittellang, vielseitig | Bär, Wildschwein, Rabe, Schimpanse |
| Insektivoren (Insektenfresser) | Insekten, Spinnen, andere Wirbellose | Kurz bis mittellang | Igel, Erdferkei, Chamäleon, Schwalbe |
| Frugivoren (Fruchtfresser) | Früchte, Samen | Mittellang, teilweise mit Gärkammern | Flughund, Tukan, Paradiesvogel |
| Nektarivoren (Nektarfresser) | Nektar, Pollen, ergänzend Insekten | Spezialisierter Schnabel/Zunge, kurzer Darm | Kolibri, Loris, Honiganzeiger |
| Detritivoren (Zersetzer) | Totes organisches Material, Falllaub | Variabel, oft mit symbiotischen Mikroorganismen | Asseln, Tausendfüsser, Mistkäfer |
| Folivoren (Blattfresser) | Ausschliesslich oder überwiegend Blätter | Sehr lang, spezialisierte Fermentation | Koala, Faultier, Colobusaffe |
| Piscivoren (Fischfresser) | Fische | Kurz, starke Verdauungsenzyme | Pinguin, Otter, Pelikan, Eisvogel |
Energiebedarf
Der Energiebedarf eines Tieres setzt sich aus verschiedenen Komponenten zusammen:
Grundumsatz und Kleiber-Formel
Der Grundumsatz (Basale Metabolische Rate, BMR) ist die Energiemenge, die der Körper in Ruhe für die Aufrechterhaltung der Lebensfunktionen benötigt. Die Berechnung erfolgt über die Kleiber-Formel (1932): BMR = 70 x KG^0,75 (kcal/Tag), wobei KG das Körpergewicht in Kilogramm ist. Der Exponent 0,75 bedeutet, dass der Energiebedarf nicht linear mit dem Körpergewicht steigt: ein 5000 kg schwerer Elefant hat nicht den 100-fachen Grundumsatz eines 50 kg schweren Menschen, sondern nur etwa den 32-fachen. Für Vögel gilt eine modifizierte Formel: BMR = 78 x KG^0,75, da Vögel einen höheren Stoffwechsel haben. Für ektotherme Tiere (Reptilien) wird BMR = 10 x KG^0,75 verwendet.
Erhaltungsbedarf (MER)
Der Erhaltungsbedarf (Maintenance Energy Requirement) umfasst den Grundumsatz plus die Energie für normale Aktivität, Thermoregulation und Verdauung. In der Praxis rechnet man: MER = Faktor x 70 x KG^0,75. Der Faktor beträgt für inaktive Zootiere ca. 1,2 bis 1,4, für mässig aktive Tiere 1,5 bis 2,0 und für Tiere in Aussenhaltung im Winter bis zu 3,0.
Leistungsbedarf
Zusätzlicher Energiebedarf entsteht bei Wachstum (Jungtiere), Trächtigkeit (letztes Drittel besonders energieintensiv), Laktation (Energiebedarf kann sich verdoppeln bis verdreifachen), Mauser bei Vögeln und bei Regeneration nach Krankheit.
Adipositas in der Zoohaltung
Übergewicht ist eines der häufigsten Gesundheitsprobleme bei Zootieren. Gründe sind Bewegungsmangel gegenüber Wildtieren, zu energiereiches Futter, Futterspenden durch Besucher und fehlende saisonale Schwankungen im Futterangebot. Regelmäßiges Wiegen und Body Condition Scoring sind wichtige Instrumente zur Kontrolle.
Futterarten
Raufutter
Raufutter umfasst faserreiche Futtermittel wie Heu, Stroh, Grassilage und Äste. Es ist die Grundlage der Ernährung für Herbivoren und fördert die Verdauung durch seinen hohen Rohfaseranteil. Qualitativ hochwertiges Heu (1. oder 2. Schnitt, schimmelfrei, gut getrocknet) sollte ad libitum angeboten werden.
Kraftfutter
Kraftfutter ist energiereich und umfasst Getreide (Hafer, Gerste, Mais), Pellets und spezielle Mischfuttermittel. Es wird ergänzend zum Raufutter eingesetzt, um den Energiebedarf zu decken. Eine zu hohe Kraftfuttergabe kann bei Wiederkäür zu Pansenazidose führen.
Saftfutter
Saftfutter umfasst Obst und Gemüse mit hohem Wassergehalt: Äpfel, Bananen, Karotten, Rüben, Salate, Gurken. Es liefert Vitamine, Mineralstoffe und Wasser. Bei Frugivoren und Omnivoren ist es ein wichtiger Bestandteil der Ration.
Lebendfutter
Lebendfutter ist für viele Tierarten unverzichtbar: Insekten (Heimchen, Grillen, Heuschrecken, Mehlwürmer), Mäuse und Ratten (für Schlangen und Greifvögel), Fische (für Pinguine, Otter, Pelikane), Regenwürmer (für Amphibien) und Zooplankton (für Aquarientiere).
Frostfutter
Gefrorenes Futter (Frostmückenlarven, Frostfische, Frostmäse) ist eine hygienische Alternative zu Lebendfutter. Es muss vollständig aufgetaut und auf Raumtemperatur gebracht werden, bevor es verfüttert wird. Einmal aufgetautes Futter darf nicht wieder eingefroren werden.
Futterpläne erstellen
Ein Futterplan legt fest, welches Futter in welcher Menge und Zusammensetzung zu welchen Zeiten angeboten wird. Er wird für jede Tierart oder jedes Individuum erstellt und regelmäßig angepasst.
Grundlagen der Futterplanerstellung
- Ernährungstyp der Art bestimmen (Herbivor, Carnivor, etc.)
- Energiebedarf berechnen (Körpergewicht, Lebensstadium, Aktivität)
- Nährstoffbedarf ermitteln (Proteine, Fette, Kohlenhydrate, Vitamine, Mineralstoffe)
- Geeignete Futtermittel auswählen
- Futtermengen berechnen und aufteilen
- Fütterungszeiten festlegen (an natürliche Aktivitätsrhythmen anpassen)
- Supplementierung planen (Vitamine, Mineralstoffe)
- Regelmäßig überprüfen und anpassen (Gewichtskontrolle, Kotkonsistenz, Fellzustand)
Calcium-Supplementierung bei Reptilien
Futterinsekten haben in der Regel ein ungünstiges Calcium-Phosphor-Verhältnis (ca. 1:5 bis 1:10). Daher müssen Futterinsekten vor der Verfütterung mit Calciumpulver bestäbt werden (Dusting). Zusätzlich sollten die Insekten vor der Verfütterung mit nährstoffreichem Futter gefüttert werden (Gut Loading), um ihren Nährwert zu erhöhen.
Futterlagerung und Hygiene
Korrekte Lagerung ist entscheidend für die Futterqualität und die Gesundheit der Tiere. Heu muss trocken, luftig und vor Nagetierbefall geschützt gelagert werden. Obst und Gemüse gehören in den Kühlraum und müssen täglich auf Frische geprüft werden. Frostfutter ist bei mindestens minus 18 Grad Celsius zu lagern. Kraftfutter wird in verschlossenen Behältern gelagert, um Schimmelbildung und Schädlingsbefall zu vermeiden. Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist zu beachten.
Mykotoxine
Schimmelpilze auf Futtermitteln können Mykotoxine (Aflatoxine, Ochratoxin) bilden, die auch bei geringer Aufnahme schwere Leber- und Nierenschäden verursachen. Verschimmeltes Futter muss sofort entsorgt werden. Sichtbare Schimmelfreiheit allein ist kein Garant, da Mykotoxine auch ohne sichtbaren Schimmel vorhanden sein können.
Sonderfütterung
Winterfütterung
In den Wintermonaten ändert sich der Nahrungsbedarf vieler Tierarten. Bei Aussenhaltung steigt der Energiebedarf durch die Thermoregulation. Das Futterangebot muss entsprechend angepasst werden: höhere Fettgehalte, wärmere Maische, zusätzliches Raufutter. Bei ektothermen Tieren in Winterruhe wird die Fütterung dagegen eingestellt.
Handaufzucht-Milch
Wenn Muttertiere ihre Jungtiere nicht annehmen oder nicht säugen können, wird eine Handaufzucht erforderlich. Die Milchzusammensetzung variiert enorm zwischen den Tierarten: Robbenmilch enthält bis zu 60 Prozent Fett, Pferdemilch nur ca. 1,5 Prozent. Kuhmilch ist für die meisten Wildtierarten ungeeignet. Für Handaufzuchten werden daher speziessspezifische Ersatzmilchpulver verwendet: Esbilac (für Carnivoren), KMR (für Katzenwelpen), Wombaroo (australische Beuteltiere). Die Zubereitung muss exakt nach Anleitung erfolgen. Fütterungsintervalle bei Neugeborenen liegen bei 2 bis 3 Stunden (auch nachts). Strenge Hygiene (sterilisierte Flaschen, frisch zubereitete Milch), tägliche Gewichtskontrolle und angepasste Umgebungstemperatur sind unverzichtbar. Das fehlende Kolostrum (Erstmilch mit mütterlichen Antikörpern) macht handaufgezogene Tiere anfälliger für Infektionen.
Diätfütterung
Bei kranken Tieren kann eine spezielle Diät erforderlich sein: leicht verdauliche Kost bei Verdauungsproblemen, proteinreduzierte Kost bei Nierenproblemen, fettreduzierte Kost bei Adipositas oder Leberproblemen und hochkalorische Kost bei Untergewicht oder Rekonvaleszenz.
Futtertiere: Zucht und Haltung
Viele Zoos züchten einen Teil ihrer Futtertiere selbst. Die häufigsten Futtertiere sind:
| Futtertier | Haltung | Für welche Tiere | Hinweise |
|---|---|---|---|
| Mehlwürmer (Tenebrio molitor) | In Boxen mit Kleie/Haferflocken, Karotten als Feuchtigkeitsquelle, 25 bis 28 Grad Celsius | Vögel, Reptilien, Amphibien, kleine Säugetiere | Hoher Fettgehalt, muss mit Calcium bestäbt werden. Chitinpanzer schwer verdaulich. |
| Heimchen (Acheta domesticus) | In belüfteten Boxen, Eierkartons als Verstecke, 28 bis 30 Grad Celsius, Trockenfutter und Gemüse | Reptilien, Amphibien, Vögel | Gutes Ca:P-Verhältnis nach Gut Loading. Verschiedene Größen verfügbar. |
| Mäuse (Mus musculus) | In Gruppen, Einstreu, Trockenfutter, Wasser, Nistmaterial | Schlangen, Greifvögel, Eulen | Ethische Aspekte beachten. Verfütterung vorzugsweise als Frostfutter. |
| Fruchtfliegen (Drosophila spp.) | In Gläser mit Nährboden, flugunfähige Stämme verfügbar | Kleine Fröschche, Fischlarven, kleine Geckos | Einfache Zucht, müssen mit Vitaminpulver bestäbt werden. |
Quellen und weiterführende Literatur
- Lintzenich, B.A. & Ward, A.M. (2003): Hay and Pellet Ratios: Considerations in Feeding Ungulates. Zoo Nutrition Advisory Group.
- Dierenfeld, E.S. (1997): Captive Wild Animal Nutrition. Dubuque, Iowa: Kendall/Hunt Publishing.
- Kamphüs, J. et al. (2014): Supplemente zur Tierernährung für Studium und Praxis. Verlag M. & H. Schaper.
- Institut für Tierernährung, Veterinärmedizinische Universität Wien (VetMed Wien): Vorlesungsunterlagen Zootierernährung.
- AZA Nutrition Advisory Group: Feeding Guidelines. Association of Zoos and Aquariums.
- Engelmann, W.-E. (Hrsg.) (2006): Zootierhaltung: Tiere in menschlicher Obhut. Verlag Harri Deutsch.